Teezeremonie

Im Verlauf von mehreren Jahrhunderten hat die Urasenke-Teeschule eine Vielzahl von unterschiedlichen Formen der Teezeremonie entwickelt. Einige alte Varianten sind fast unverändert diejenigen, die aus China übernommen wurden. Bis heute wird alten chinesischen Teegeräten (Meibutsu) sehr hohe Wertschätzung gezollt.

Es gibt Variationen für unterschiedliche Orte, Anlässe und Zeiten. So soll jede Teereremonie an den Monat angepasst sein, am deutlichsten durch die Auswahl der frischen Blumen in der Bildnische und der dargereichten Speisen. Es gibt mehr und weniger formelle Arten der Teezusammenkunft, einige Formen kann man gar im Freien (z.B. in einem Park) veranstalten. Die nötigen Teegeräte werden dann in einem kleinen Holzkasten (Chabako) transportiert.

Im Teeraum Shōseian im Museum für Kunst und Gewerbe wird bei den öffentlichen Vorführungen eine kurze Teezusammenkunft gezeigt, bei der eine Schale des leichten Tees (Usucha) dargereicht wird, was etwa 20 Minuten dauert. Andere Zeremonien mit mehreren Gästen, bei denen auch eine exquisite Mahlzeit (Kaiseki) serviert und mehrmals Tee bereitet wird, dauern oft mehrere Stunden.

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Teegeräte

Alle verwendeten Geräte (Chadōgu) werden vom Gastgeber sorgsam eigens für diese eine (und einzigartige) Teezeremonie ausgewählt und direkt vor der Zusammenkunft in der Vorbereitungsküche penibel gereinigt, ehe sie verwendet werden.

Die wichtigsten Geräte sind:
Wasserkessel chagama
Teedose chaire / natsume
Wassergefäß für kaltes Wasser mizusahi
Teelöffel chashaku
Teeschale chawan
Reinigungstuch fukusa